Lässt Sie das Gedächtnis manchmal hängen?

Stress, Hektik und den Schlüssel vergessen? Diese Situation ist natürlich und können jüngeren Menschen genauso wie älteren Menschen passieren. Erinnern und Konzentrieren sind Grundfunktionen des Gehirns. Mit zunehmendem Alter lässt die Hirnleistung nach und man muss mehr für sein Gehirn tun.

Das Gehirn wiegt ungefähr 1300 g bei einem erwachsenen Menschen und besteht zu 75 % aus Wasser. Das Gehirn macht 2 % der Körpermasse aus und verbraucht aber 20 % des Sauerstoffs und 25 % der Glucose (Energie). 100 Milliarden Hirnzellen und 100 Billionen Synapsen (Verbindungen) leiten Informationen mittels elektrischer Impulse weiter. Im Vergleich: Die grosse Anzahl an Hirnzellen entspricht etwa der Anzahl Sterne in der Milchstrasse.

Mehr als 1000 Hirnzellen sterben täglich, das ist ein natürlicher Prozess. Mit zunehmendem Alter gehen jedoch immer mehr Hirnzellen zugrunde. Zudem werden im Laufe der Jahre immer mehr schädigende Substanzen, sogennante freie Radikale, im Körper angereichert, welche ebenfalls die Hirnzellen angreifen können. Das heisst nicht zwangsläufig, dass die geistige Leistungsfähigkeit nachlässt. Entscheidend für die Hirnleistung ist nicht nur die Zahl der Hirnzellen, sondern auch die Zahl der Vernetzungen zwischen den Hirnzellen.

Damit das Gehirn funktioniert braucht es auch Sauerstoff, Nährstoffe und Energie.
Für die Energiegewinnung sind Mitochondrien zuständig, die "Kraftwerke der Zelle" wandeln Traubenzucker in Energie um. Kommt die Energieproduktion ins Stocken, sind Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit die Folge. Sauerstoff und Nährstoffe werden dem Gehirn über das Blut zugeführt.
Ein beachtlicher Sauerstofffluss: Jeden Tag laufen 1200 Liter Blut durch die kleinsten Blutgefässe der Gewebszellen und es werden dabei 75 Liter Sauerstoff zum Gehirn gebracht.
Eine gute Durchblutung ist deshalb sehr wichtig für ein gut funktionierendes Gehirn. Bereits geringe Störungen der Blutzufuhr können zu Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche führen.